Mittwoch, 24. August 2016

Mohmuster und Souvenirbuch (Muster-Mittwoch 190)


Braunschweig wirkt noch nach. Da waren noch die mitgebrachten Mohnkapseln aus Riddagshausen



und ein kleiner Braunschweig-Papierstapel mit bedruckten Buchdeckeln, Postkarten, Flyern, Fahrkarten, gekauften Seiden-und Geschenkpapieren und Klebebändern.



Aus den Papieren musste ich noch ein zweites Braunschweig-Büchlein machen, und aus der Mohnkapsel-Inspiration zwei neue Stempel.



Koptisches Binden musste ich fürs kommende Wochenende üben,
dieses pinke Band ist aber eindeutig zu dick.



Kleine Souvenirs finden im Büchlein einen schönen Platz, Farben und Muster ergänzen sich.



So hat das schöne Gemeinschaftswerk eine bunte Schwester bekommen,



und ich schöne Musterideen,



die ich auch mal mit verschiednen Hintergründen ausstesten möchte.



Diesen blauen Hintergrund hier lieferte übrigens Manos Strickjacke!
(wunderschöne Bilder von unseren Sonntagmorgen in Riddasghausen gibt es bei Mano und Tabea).

Und ihr, habt ihr mir noch Muster-Souvenirs mitgebracht? Hier enden heute die Sommerferien und der ganz normale Alltag geht wieder los, ich starte mit frischem Schwung in tolle neue Projekte!
Nächsten Mittwoch ist auch noch August, und dann gibt es das September-Muster-Thema.


Freitag, 19. August 2016

Garage-Sale-Fish



Drei Wochen nach der großen Reise sind schon wieder so viele neue Projekte und Ideen auf dem Tisch, dass ich aufpassen muss meinen USA-Fundus nicht zu vergessen. Deshalb werde ich in den kommenden Wochen immer wieder mal das Reisebuch aufschlagen und euch mitnehmen.


Ich war weder in Michigan noch in den großen Städten in einem Stoff-oder Quilt-Laden. Das hat sich mit der Familie einfach nicht ergeben. Dafür ist mir einfach so ein Stapel Stoff zugeflogen, gefunden in einer üppigen Stoffkiste von einem Garage-Sale. Es ist ganz normal, dass Leute ab und zu ihren Hausstand ausmisten, Preischilder aufkleben, Hinweisschilder in der Umgebung verteilen, die großen Garagen und Einfahrten für jederman öffnen und ihr Zeugs verkaufen. Wir sind eines morgens ganz spontan zu einem Haus in einem sehr wohlhabenden Viertel gefahren. Den Garage-Sale hatte unsere Freundin schon bei ihrer morgendlichen Jogging-Runde entdeckt und für mich eine dicke Stoff-Kiste (für umsonst!) zurückstellen lassen. Natürlich konnte nicht die ganze Kiste mit den Koffer, aber zumindest ein paar Stücke und dieser Fisch-Stoff ganz besonders.


Er wirkt wie handgedruckt und wird meinen großen Fisch-Quilt aus der Frühlings-Stoff-Druck-Aktion ergänzen, an dem ich heute ein bischen weiterarbeiten will. Außerdem fahre ich gleich zu "Lalala", dem schönsten Stoff-Laden hier in der Gegend, wo ich am Samstag meinen Buch-Einband-Workshop gebe. Vielleicht mache ich auch ein Fischbüchlein mit dem Stoff? Alle diese Fische hier, auch die aus St. Ignance im Reisebuch schicke ich heute zu Andiva, die im Moment ganz besonders fleissig ist (und ich für sie auch... aber ist ein anderes Thema, auch davon demnächst mehr.)

Mittwoch, 17. August 2016

Potpouri-Souvenir (Mustermittwoch 189)







Tabea und ich sind ein gutes Team, haben ja nun schon so manche Aktion miteinander ausgeheckt, tausende Mails hin und her geschossen, viele Dinge ausgedacht und angestoßen, aber in echt getroffen hatten wir uns noch nie, man glaubt es nicht. Geringswalde und Bergisch Gladbach liegen so weit auseinander, dass man nicht mal eben vorbeikommt. Auf halber Strecke liegt Braunschweig, wohnt dort in der Nähe nicht Mano, und Frau Wien? Damit war die Idee für ein Sommer-Blogger-Treffen geboren, dass Mano dann perfekt geplant und ungesetzt hat.



Einen ganzen langen Samstag haben wir vier gemeinsam Lieblingsfarben gemischt,



Mano davon überzeugt, dass Stempelschnitzen nicht schwierig ist,



gedruckt, gemustert,



Blödsinn gemacht und das Gefühl gehabt, wir kennen uns schon ewig.





Im kleinen Format einen großen Tisch gefüllt



und uns gegenseitig auf die Finger geguckt.
Meine Stempeln in Tabeas Händen,



Bücherwesen entstehen im schnellen Pinselstrich in Serie.



Untendrunter ist es auch schön.



Stapelweise Drucke, verdedelt mit Zeichnungen und Collagen, gefalzt, gesammelt und getauscht.



Zerstochen,


gesammelt, sortiert


und geheftet, abends beim Italienier im Schummerlicht vollendet,



am nächsten Morgen im wunderschönen Sonnenschein im Klostergarten Riddagshausen von allen Seiten fotografiert.






Kompakte kleine Büchlein im A7 Format sind entstanden. Ein Potpouri aus wunderbaren Seiten von uns vieren, die sich perfekt ergänzen und alle einzigartig sind.






Am Ende noch ein echtes Blogger-Treff-Foto mit Büchern, das macht man doch so, oder?



Wir machen das wieder, das war so großartig! Schaut mal, was die anderen so zeigen.
Muster sind ja reichlich entstanden, deshalb zeige ich es am Mittwoch und mit meinem Büchlein habe ich ein perfektes Souvenir von dieser kleinen Wochenend-Reise.

Und ihr? Habt ihr mir noch Muster mitgebracht?


Mittwoch, 10. August 2016

Musterblätter (Muster-Mittwoch 188)




Paradies- Inspirationen habe ich aus Michigan mitgebracht, wo ich tropische Pflanzen nicht erwartet hätte. Im Skulpturen-Park Meijers Garden fand sich nicht nur eine Auswahl an hochkarätigen Skulpturen von Rodin bis Ai Weiwei, großzügig verteilt in riesigen Parkanlangen, sondern auch ein wunderschönes Tropenhaus mit den unglaublichsten Pflanzen.



Gemusterte Blätter habe ich direkt vor Ort gezeichnet,



und hinterher Schnipsel aus Flyern hinzugefügt.



Die Verbindung von Kunst und Garten hat mich total fasziniert, besonders in diesen Dimensionen. Dass in USA alles größer ist, war mir klar, aber es hat mich trotzdem immer wieder überrascht.
Der Skulpturengarten ist ein gutes Beispiel für die ausgeprägte Spenden-Kultur, die man sich bei uns nicht vorstellen kann. Es ist selbstverständlich, dass reiche Menschen reichlich von ihrem Vermögen an die Öffentlichkeit weitergeben. Dass der Garten den gleichen Namen trägt wie ein großer Supermarkt nimmt man in Kauf, oder kauft noch lieber bei dem Supermarkt ein, weil der Park und die Kunst so großartig ist? (Warum das in den USA so anders ist, kann man in diesem Artikel gut nachvollziehen.)





Auf die Kunst gehe ich jetzt gar nicht näher ein, die könnt ihr Euch auch hier anschauen (natürlich nicht so eindrucksvoll wie in echt) Ich schaue mir lieber die riesigen Blätter im Detail an und finde wunderschöne Muster



und Musterinspirationen, die ich gerne großzügig an euch weitergebe.



Diese Blüte hat mich direkt gerufen: "Mach einen Stempel aus mir.!" Das musste dann aber noch bis zuhause warten, denn Schnitzzeugs war nicht im Rucksack.



Diese Seiten hier habe ich aber schon im Flieger gefüllt:

Wenn man drei Stunden in New York auf dem Rollfeld steht, weil das Wetter in Washington DC so schlecht ist, dass man nicht starten kann, kann man auch zeichnen:



Und schon ging es weiter, und ich war um einige Muster-Ideen reicher.



Die Idee für meine Paradiesseiten hat sich dabei auch gleich entwickelt. Und am vergangenen Wochenende habe ich gedruckt. Einen kleinen Blick auf meine Leine erlaube ich schon, habe ich auch schon auf Instagram gezeigt, der Rest kommt später.




Ich staune, was überall schon angekommen ist und freue mich so über die Post, die ich schon bekommen habe. Habt ihr schon in die Liste geschaut? Bitte verlinkt dort alles, was ihr gestaltet habt, wir interessieren uns sehr für die Entstehungsgeschichten der Paradiese. Gestern erreichte mich aber auch eine frustierte Mail von einer enttäuschten Teilnehmerin, die mit der Post aus ihrer Gruppe sehr unglücklich ist, schade. Also, haut rein und gebt eurer Bestes. Zur Erinnerung und Motivation lest nochmal unsere Mail-Art-Philosophie!



Und habt ihr heute Muster-Souvenirs für mich?


Freitag, 5. August 2016

Amerikanischer Wachs




Ein Fisch-Bild in einer mir bislang unbekannten Technik ist ein ganz besonderes Mitbringsel.
Meine Freundin Katharina in East Grand Rapids, Michigan, bei der wir auf unserer Reise zu Besuch waren, hat mich in in die Encaustik eingeführt.



Geschmolzenes Wachs wird schichtweise aufgetragen, Farbpigmente und Collage-Elemente eingebracht, es wird geritzt, abgerieben, wieder eingeschmolzen, sehr vielschichtig gearbeitet.
Mein kleines Probestück ist ein Stück Holz mit einer Collage aus alten Landkarten und Fisch, naja, ein Erstlingswerk, aber sehr interessant.



Ich mag es, wie sich verschiedene Ebenen und Elemente verbinden und so eine Vielschichtigkeit und Transparenz entsteht. Allerdings ist dies eher eine Technik für kalte Wintertage. An dem heißen Sommertag hielten wir es nicht allzulang im Keller auf, den wir mit der Heizplatte und heißen Wachs schön aufwärmten.



Den Begriff Enkaustik hatte ich früher schon gehört, hatte aber keine konkrete Vorstellung davon.
Um so erstaunter war ich eine Woche später, als ich in New York im MOMA vor der Flagge von Jasper Johns stand: "Encaustic, oil, and collage on fabric"

Genau diese Technik macht das Bild zu dem was es ist, nicht nur einfach die amerikanische Flagge, sondern eine vielschichtige Collage aus Zeitungsausschnitten, durch die es eindeutig in seiner Zeit einsortiert werden kann.



Stars and Stripes haben wir auf der Reise viele gesehen, auch die echte alte im Museum of Amerikan History, aber Jasper Johns fasziert mich mehr. Vielleicht weil ich mit der amerikanischen Geschichte so wenig anfangen kann, mehr mit der künstlerischen Umsetzung?



Weil heute Freitag ist, schicke ich meinen amerikanischen Wachs-Fisch zu Andivas Freitagsfischsammlung, und ganz besonders freue ich mich, dass wir heute schon wieder Besuch von unseren Freunden aus Michigan bekommen, die jetzt auf Deutschland-Heimatbesuch sind.

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