Dienstag, 12. November 2013

Sonntag im Museum...

Ich war gar nicht im Museum an diesem Sonntag, aber ich hoffe, andere Leute waren es. Da jetzt die letzte Woche unserer Ausstellung „TON in TON“ anbricht, zeige ich auf ausdrücklichen Wunsch Detaileinblicke für die, die leider nicht nach Langerwehe kommen konnten. Oder für die, die doch in letzter Minute noch hinfahren möchten.
Wir haben TON wörtlich genommen und in zwölf Wandvitrinen zehn Tonbegriffe vertont. Die Schaukästen sind fest im Raum eingebaut und wir bespielen sie wie kleine Bühnen. „Eine „tonal“ so fein aufeinander abgestimmten Mixed-Media-Werkschau rund um den Ur-Begriff TON“ (sagte zur Einführung die Kulturjournalistin Dorothée Bönsch-Hochgürtel)

Starten wir mit dem TONPAPIER, denn Papier ist mein Medium, und nicht Ton. Deshalb ist meine ideale Vase aus Papier. Die klassische Grundform entstand als Negativ-und Positivform aus Papieren  geschnitten und zu Buchblöcken geleimt, als Vorgabe für die Keramik von Hanne Kierdorf. Auf dem Detailfoto meiner Schwester Brigitte Balser wird das Papier in Reihung und Fächerung zum plastischen Objekt.
Die schrillste und lauteste ist der „GUTE TON“, ein Thema an dem wir alle vier gemeinsam gearbeitet haben und viel Spaß hatten, den guten Ton auf die Spitze zu treiben:
„Das Einmaleins des guten Tons“ ist ein Benimmbuch aus den 1950iger Jahren aus unserm Elternhaus. In meiner Kindheit schon lange veraltet, diente es immer der allgemeinen Erheiterung. Die „negativ“-Beispiele waren für mich immer die lebendigeren und lustigeren. Wir treiben hier den guten Ton als Persiflage auf vergangene Zeiten auf die Spitze und decken einen Tisch in einem Raum, in dem alles zusammenpasst. Aus meiner idealen Vasenform entstanden Muster, die alles bedecken, von Tapete, Tischdecke bis zum Stuhl. Die Farbgebung ist Ton in Ton, und so gar nicht gut…

Vertont wurden die Themen von Anne Krickeberg und Thomas Becker:
Hier der Hörspot GUTER TON 
TONKOPF:
Bei einer gemeinsamen Aktion, bei der wir alle mit Ton arbeiten wollten, kam jede nach den ersten Versuchen zu ihrem Medium zurück: Ich zeichnete, aus den Zeichnungen und den Fotos meiner Schwester entstand eine zweihändige Collage.
Während Hanne ihre genialen Köpfe formte, begleitet von den Fragen: ...Welcher Klang hat ein Kopf? Deiner? Meiner? Hohlkopf, Tonkopf, Kopfweh oder Dickkopf – Also der innere KLANG!"

Der Hörspot: TONKOPF
TONSPUR:
„Die kleine Raupe Nimmersatt“ hat Pate gestanden, als wir die Idee mit der Tonspur entwickelt haben. In Hannes Garten krabbeln tönerne Raupen die Bäume hoch und runter, richten eigentlich keinen Schaden an.


Doch Brigitte ist mit der Kamera auf Spurensuche gegangen und hat sie gefunden, die kleinen gefrässigen Wesen und die löchrigen Spuren, die sie in den Blättern hinterlassen haben.
Der Hörspot: TONSPUR
Die Spots sind völlig unabhängig von den Vitrinen entstanden, sie illustrieren nicht, sondern zeigen eine andere Ebene des Begriffs.

Hat Euch der kleine Rundgang gefallen? Dann entweder schnell nach Langerwehe, oder nächsten Sonntag nochmal reinschauen, dann mache ich eine kleine virtuelle Finisage.
Hier hatte ich schon andere Einblicke gezeigt:
Vor der Eröffnung, Lebenswichtig, TONART

DANKE, Miriam, alles wieder da, nur die ursprünglichen Kommentare nicht.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. ich auch..., in diese köpfe! Danke für die Einblicke trotz Lösch-Pech-Frust... Lieben Gruß Ghislana

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  2. Wunderschön gemacht ist diese Ausstellung. Ich finde den Farbklang und die Präsentation sehr gelungen.

    Herzlich, Katja

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  3. Vielen Dank für den link zu Ton in Ton, es sind wunderbare Arbeiten! Leicht und schön deine Papiervasen, aber auch die Köpfe sind beeindruckend.
    Nein, da kannte ich dich ja noch gar nicht... aber so ein Benimmbuch aus den 50ern besitze ich auch noch, immer wieder köstlich, darin zu blättern.
    LG Ulrike

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