Freitag, 29. November 2013

Glückwunsch, lieber Fisch


Schrecksekunde am Morgen: Ich habe den Fischgeburtstag vergessen!
Der Freitagsfisch wird 100, Andiva feiert den Geburtstag. Das darf ich doch nicht vergessen, der Fisch ist doch quasi auch mein Kind. Er hat mich von Anfang an inspiriert, anstachtelt, verfolgt und zu vielen tollen Dingen verleitet. Also lieber Fisch, herzlichen Glückwunsch, mach es gut, lass dich feiern, auch wenn ich nicht jeden Freitag dabei bin.
Allerdings zweifle ich ein bischen an deinem Alter. 100 wirst du vielleicht bei Andiva, aber Anja Rieger hat doch schon viel früher damit angefangen. Meinen ersten Freitagsfisch habe ich schon im April 2010 gezeigt, und beim zweiten kam schon dieser Stempel heraus, der sowas wie das Müllerin-Logo geworden ist.

Also, schönen Fisch-Freitag allerseits, was ich unbedingt diese Woche noch machen muss, sind die Fensterfische!

Mittwoch, 27. November 2013

*** Sternchen-Muster ✱ (Muster-Mittwoch 59)

Zu jedem Buchstaben-Satz, ob digital oder analog gehört ein Sternchen, zu meinen wunderbaren Stempelkisten natürlich auch. Diese schönen Stempel haben mich diese Woche zu vorweihnachtlichen Sternchen-Mustern inspiriert.

Gestempelt mit weiß auf Transparentpapier, ausgestanzt...

zusammengenäht:

in der Morgendämmerung ins Fenster gehängt:



Digital weitergemustert: Das geht ganz einfach in jeden Textverarbeitungsprogramm: Probiert doch einfach mal Eure Schriftarten aus, welche Sternchen sich darin verstecken. Ein bischen mit Größen, Abständen und Farben gespielt, schon hat man die schönsten Sternchen-Muster:





Hier gibt es mehr Informationen, was es mit den Sternchen so auf sich hat.
※  ⊛  ✱  ✲  ⧆  * ⁂ 

Und weil Sterne so vielfältig sind, nicht nur die aus dem Buchstabensatz, werde ich die ganze Adventszeit den Muster-Mittwoch den Sternen widmen. Das wird bestimmt nicht langweilig. Für meine Adventspost bin ich auch fleissig dabei, schließlich bin ich schon die erste in meiner Gruppe. Wie sieht es aus? Macht ihr mit? Vier Wochen lang Sternenmuster? Holen wir die Sterne vom Himmel!

Heute habt Ihr bestimmt auch schöne Muster für mich, zeigt sie der Welt: 



Mittwoch, 20. November 2013

Abplättmuster (Muster-Mittwoch 58)

Aus einem Handarbeitsbüchlein von 1922: Ein Familienschatz, mit den darin enthaltenen Mustern könnte ich ein ganzes Jahr die Mittwoche füllen. Heute fange ich mal hinten an und zeige, was sich noch im Handabeitsfundus findet.





Auf der letzen Seite gibt es eine Anzeige für Bügelmuster, die man damals schon kaufen und als Stickvorlage auf den Stoff bügeln und damit viel Zeit und Mühe sparen konnte.






Einige dieser hauchzarten Bögen (etwas jüngeren Datums) habe ich auch geerbt. Sticken werde ich die Muster nie, die Mühe spare ich mir komplett. Sticken ist mir in der Schule gründlich verleidet worden, aber die Papiere fazinieren mich ungemein, genau wie das Wort "Abplättmuster".


In einem antiken französichen Modeheft, ein Urlaubs-Antiquaritatsfund, lag dieses herrliche Bügelpapier:

Das zarte Blütenrankenmuster habe ich ein bischen weitergesponnen und bin froh, dass ich es nicht sticken muss:






Und was würdet Ihr mit den alten Bügelbögen machen? Gibt es jemanden, der das sticken würde?
Habt Ihr diese Woche Muster gefunden oder gemacht? Dann verlinkt Euch: Die Liste war heute morgen noch nicht sofort da, aber jetzt!

Übrigens gibt es nach meinen Zweifeln von letzer Woche die Fischsterne und Flockenfische nun doch zum Download zu erwerben, und zwar als Direkt-Download ohne E-Mail-Versand. Ich hoffe, das klappt, getestet habe ich es noch nicht. Ihr bekommt nach Zahlungseingang einen Link zugesandt, von dem aus Ihr das PDF direkt runterladen könnt. Allerdings ist nun die Zahlung mit PayPal nicht mehr möglich, da die Gebühren unverhältnismäßig hoch sind. Hier geht es zum Muster-Laden.

Sonntag, 17. November 2013

Finissage

Heute ist unsere Ausstellung zum letzten Mal geöffnet. Deshalb nehme ich Euch nochmal mit nach Langerwehe und zeige noch ein paar Töne.

TONBAND:
Das alte Tonbandgerät fiel mir am Anfang der Arbeit an diesem Projekt in die Hände. Es versetzt in eine andere Zeit, als es noch Bandsalat gab. Petra hat dazu eine temporäre, unauflösliche Verwicklung gestaltet: Ein großes Stück Papier zu dem extrem langen Band zuerschnitten, quillt aus der Vitrine.  Hanne hat Tonbandsalat aus Ton gemacht, und Brigitte aus hat Fotografien aus dem Entstehungsprozess ausgedruckt, in Ausschnitten in mein Skizzenbuch geklebt und mit Schriftflächen, meinen geschriebenen Mantras, verbunden. Wieder eingescannt und auf einen quadratischen Ausschnitt reduziert ist eine Komposition entstanden, die die Arbeiten von uns allen verwendet, in einen neuen Kontext stellt und als verbindendes Element in der Gestaltung der Vitrine fungiert.

Der Hörspot Tonband


TONTRÄGER:

Tonträger wurden auf zwei unterschiedliche Arten interpretiert:
Hannes Tonträger tragen Klaviertasten: Diese leise schwere Arbeit braucht ein gutes Gleichgewicht, Balance und auch große Konzentration. Körperspannung, Körpergefühl und Beweglichkeit. Auf einmal bewegen sich die Körper mit den Tönen...es wird wie ein Tanz, die Aufgabe ist wie vergessen...wie ein Spiel.

Petra Tonträger fragen: Was ist virtuell und was ist real? Es ist gleichsam ein „Wunder“, wie Töne über ein Material in mein Ohr gelangen. Auf den CDs tanzen die Töne – endlich sichtbar – im Einklang.






















PIEPTON:

In diese Vitrine sind viele fliegende und stehende Vögel von Hanne eingesperrt und deswegen ist kein Ton zu hören. Wie ein Stummfilm. Die Strandstimmung zaubern Sandvögel am Boden und Formationen am Himmel in den Fotos von Brigitte.So klingt der Piepton





















Das war noch längst nicht alles. Die Besucher konnten noch so einiges andere entdecken: Tonräume, Zengärten, Kunsthocker und einen kleinen Museumshop. Jetzt ist es vorbei und mal schauen, wie es sich anfühlt, alles wieder abzubauen.

Freitag, 15. November 2013

Fisch im Vorsatz




Ein Tauschgeschäft der besonderen Art lieferte mir letztens die beiden schöne Bände von Pippa Pepperkorn ins Haus, illustriert von der genialen Melanie Garanin. Mit Überraschungseffekt: Mein kleiner Streifenfisch ist ihr für das Vorsatzpapier an den Haken gegangen! Ich bin stolz, ein Teil dieser herrlichen Bücher zu sein. Sie sind hier direkt verschlungen worden, obwohl Töchterchen der Zielgruppe schon leicht entwachsen ist.
Euch allen ganz herzlichen Dank für die vielen einfühlsamen Kommentare zu meinen Mittwochszweifeln, die taten wirklich gut und zeigen mir die Richtung. Ich werde berichten wie es weitergeht und sende diesen kleinen Fisch mit herzlichen Dank zu Andiva herüber, die bald Fischjubiläum feiert!

Mittwoch, 13. November 2013

Sternen-Flocken-Musterzweifel (Muster-Mittwoch 57)

Ich zweifle...
eigentlich wollte ich meinen Musterladen ausbauen und viele verschiedene Muster als digitale Papiere zum Kauf anbieten. Einige habe ich ja auch schon im Programm und auch verkauft.
Jetzt habe ich drei neue Musterpapier-Sets zum Download vorbereitet,  meine Sternen- und Flockenfische in neuen Farbkombinationen.


Dann habe ich die Abrechnungen gesehen, überlegt, was die kosten sollten, wieviel Arbeit es ist, und was der ganze Kram bringt, was ich sonst so alles zu tun habe, und gerne machen würde.... und jetzt möchte ich einfach meine Zweifel mit Euch teilen.


Ich glaube, ich lasse es! Dafür verschenke ich lieber ab und zu meine Muster und kümmere mich ums neue Muster-Erfinden, als ums Verkaufen. Was meint Ihr? Sollte ich das kleine Muster-Geschäft weiter ausbauen? Wollt Ihr kaufen, oder inspiriert werden? Würdet Ihr Karten, Papier, Bücher mit den Mustern kaufen, oder lieber selber machen?










Ich fange mal mit dem Verschenken an und biete Euch heute dieses Sternenfisch-Muster zum Download an, klickt auf das Bild:

https://www.dropbox.com/s/sa7rbgms76xhf7y/Sternenfische%20nach%20M%C3%BCllerin%20Art%20herbstblau.pdf
























Ich mache jetzt was schönes aus den Mustern, erstmal ein Heftchen für Weihnachtsideen, das brauche ich jedes Jahr:

Und was macht Ihr draus?
Ich freue mich auf Eure Anregungen und Zweifel und auf Eure Muster, bitte verlinkt Euch:




Dienstag, 12. November 2013

Sonntag im Museum...

Ich war gar nicht im Museum an diesem Sonntag, aber ich hoffe, andere Leute waren es. Da jetzt die letzte Woche unserer Ausstellung „TON in TON“ anbricht, zeige ich auf ausdrücklichen Wunsch Detaileinblicke für die, die leider nicht nach Langerwehe kommen konnten. Oder für die, die doch in letzter Minute noch hinfahren möchten.
Wir haben TON wörtlich genommen und in zwölf Wandvitrinen zehn Tonbegriffe vertont. Die Schaukästen sind fest im Raum eingebaut und wir bespielen sie wie kleine Bühnen. „Eine „tonal“ so fein aufeinander abgestimmten Mixed-Media-Werkschau rund um den Ur-Begriff TON“ (sagte zur Einführung die Kulturjournalistin Dorothée Bönsch-Hochgürtel)

Starten wir mit dem TONPAPIER, denn Papier ist mein Medium, und nicht Ton. Deshalb ist meine ideale Vase aus Papier. Die klassische Grundform entstand als Negativ-und Positivform aus Papieren  geschnitten und zu Buchblöcken geleimt, als Vorgabe für die Keramik von Hanne Kierdorf. Auf dem Detailfoto meiner Schwester Brigitte Balser wird das Papier in Reihung und Fächerung zum plastischen Objekt.
Die schrillste und lauteste ist der „GUTE TON“, ein Thema an dem wir alle vier gemeinsam gearbeitet haben und viel Spaß hatten, den guten Ton auf die Spitze zu treiben:
„Das Einmaleins des guten Tons“ ist ein Benimmbuch aus den 1950iger Jahren aus unserm Elternhaus. In meiner Kindheit schon lange veraltet, diente es immer der allgemeinen Erheiterung. Die „negativ“-Beispiele waren für mich immer die lebendigeren und lustigeren. Wir treiben hier den guten Ton als Persiflage auf vergangene Zeiten auf die Spitze und decken einen Tisch in einem Raum, in dem alles zusammenpasst. Aus meiner idealen Vasenform entstanden Muster, die alles bedecken, von Tapete, Tischdecke bis zum Stuhl. Die Farbgebung ist Ton in Ton, und so gar nicht gut…

Vertont wurden die Themen von Anne Krickeberg und Thomas Becker:
Hier der Hörspot GUTER TON 
TONKOPF:
Bei einer gemeinsamen Aktion, bei der wir alle mit Ton arbeiten wollten, kam jede nach den ersten Versuchen zu ihrem Medium zurück: Ich zeichnete, aus den Zeichnungen und den Fotos meiner Schwester entstand eine zweihändige Collage.
Während Hanne ihre genialen Köpfe formte, begleitet von den Fragen: ...Welcher Klang hat ein Kopf? Deiner? Meiner? Hohlkopf, Tonkopf, Kopfweh oder Dickkopf – Also der innere KLANG!"

Der Hörspot: TONKOPF
TONSPUR:
„Die kleine Raupe Nimmersatt“ hat Pate gestanden, als wir die Idee mit der Tonspur entwickelt haben. In Hannes Garten krabbeln tönerne Raupen die Bäume hoch und runter, richten eigentlich keinen Schaden an.


Doch Brigitte ist mit der Kamera auf Spurensuche gegangen und hat sie gefunden, die kleinen gefrässigen Wesen und die löchrigen Spuren, die sie in den Blättern hinterlassen haben.
Der Hörspot: TONSPUR
Die Spots sind völlig unabhängig von den Vitrinen entstanden, sie illustrieren nicht, sondern zeigen eine andere Ebene des Begriffs.

Hat Euch der kleine Rundgang gefallen? Dann entweder schnell nach Langerwehe, oder nächsten Sonntag nochmal reinschauen, dann mache ich eine kleine virtuelle Finisage.
Hier hatte ich schon andere Einblicke gezeigt:
Vor der Eröffnung, Lebenswichtig, TONART

DANKE, Miriam, alles wieder da, nur die ursprünglichen Kommentare nicht.

Mittwoch, 6. November 2013

Mustergrammatik (Muster-Mittwoch 56)



Je mehr ich mich mit Mustern beschäftige, desto mehr möchte ich auch darüber lernen. Grammatik lernen, am liebsten in London beim Altmeister der Ornamente, der sie vor langer Zeit in einem Grundwerk zusammengefasst hat: Owen Jones.

copyright: Victoria an Albert Museum, London
Owen Jones (1809 - 1874) war Architekt und Designer, ich habe ihn natürlich durch das V&A Museum kennengelernt. Dort hatte ich mir im Sommer eins der schönen Musterbücher mitgenommen und war faziniert.



Auf Reisen durch die ganze Welt hat der die Welt der Ornamente und Muster erforscht, gesammelt und seinen Muster-Studenten zugänglich gemacht. Nicht um zu kopieren, sondern um die eigene Form zu finden.




The grammar of ornament kann man hier online anschauen. Wunderschöne Mustertafeln, damals von Hand gezeichnet und gedruckt. Ich habe es mir als Buch angeschafft, um Blättern zu können und könnte mich unendlich darin vertiefen.
Auf der Suche im Netz bin ich dann nich auf eine ganz tolle Seite gestoßen: Orname, dort gibt es wunderschöne Muster und Ornamente zum Runterladen im Vector Format.

Gerade die Chinesischen Muster fazinieren mich heute, morgen vielleicht die griechischen? Der Fundus ist ungeheuer groß.
Wunderschöne chinesische Musterblätter von Owen Jones findet ihr auch noch hier: Examples of Chinese Ornament.

Wie gefällt Euch mein historischer Exkurs? Und wo habt Ihr heute Muster gefunden?
Dann könnt Ihr sie hier zeigen, endlich!:

Montag, 4. November 2013

Briefmarken-Sammlung! Adventspost Nr. 3


http://tabea-heinicker.blogspot.de/


Die Sommerpostschachteln verstauben langsam, die blauen Bänder des Frühlings sind schon lange verblasst, die Briefkästen haben wieder Hunger. Tabea und ich sind mittlerweile ein eingespieltes Team, Mail-Art-Aktionen zu planen und zu organisieren. Wir haben es uns gut aufgeteilt, für den Advent ist wie im letzten Jahr Tabea zuständig. Wenn Ihr heute bei ihr reinschaut, seht Ihr worum es diesmal geht:


Briefmarken! Wir gestalten, verschicken und sammeln die kleinen bunten Wertzeichen.
Meine Aufgabe ist heute nur, die Verpackung zu liefern. Denn noch bevor Eure eigenen Marken entstehen, zeige ich Euch, wie Ihr sie sammeln und aufgewahren könnt (wenn kein Album mehr im Regal steht) :

Dazu brauchen wir: zwei Bögen Karton im Format A5, Transparentpapier, Klebestift, Maskingtape, Cutter, Lineal und Schere.
1. Karton zuschneiden 
2. 12 Streifen Transparentpapier, 2 cm hoch, so breit wie der Karton zuschneiden
3. An den Längseiten des Kartons alle 3 cm eine Markierung machen und die Transparentstreifen nur mit der unteren Kante aufkleben. Dazu lege einen Bogen Papier knappkantig auf den Streifen, streiche den Klebestift darüber und klebe auf.



Die Seitenkanten mit Maskingtape einfassen, damit schließt man die offenen Kanten, umknicken, beide Bögen in der Mitte ebenfalls mit Masking Tape zusammenkleben.




Da kann die Adventszeit ja kommen, und mit ihr jeden Tag Post und jeden Tag eine neue Marke! Ich hoffe, das behagt allen und freue mich auf die Dämmerung.

Mehr Mail-Art: Die Philosophie
Adventspost 2011: ich alleine mit 24 anderen
Adventspost 2012: 2 x 24 x 24


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